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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Schirgiswalde

Schirgiswalde

Einst eine böhmische Enklave

In einem Tal am Oberlauf der Spree im Oberlausitzer Bergland liegt das kleine Städtchen Schirgiswalde. Die ausgedehnten Wälder hier im Dreiländereck Deutschland–Polen–Tschechien sind wunderbar zum Wandern oder für Spaziergänge. Es gab auch Zeiten, da wurden hier wilde Geschichten vom „Böhmischen Wenzel“, dem Räuberhauptmann Wenzel Kummer, er lebte von 1767 bis 1843, erzählt. In jungen Jahren floh der Wilddieb nach Schirgiswalde, wo er später drei Banden, die schlesische, die böhmische und die Schirgiswalder Bande, organisierte. Heutzutage ist das Wandern im Oberlausitzer Bergland zu einem der Gipfel mit Aussichtspunkten und Berggaststätte ungefährdeter. Einer der Wege führt zu den Kälbersteinen in 487 Meter Höhe.

Die Aussicht reicht von hier bis Bautzen, Boxberg und zum Böhmischen Mittelgebirge bis zum Berg Ještĕd. Die Kälbersteine sind nicht nur ein Aussichtspunkt, sie bergen ein Geheimnis. Auf dem Gipfel des auch bei Kletterern beliebten Berges steht eins Felsmassivs. Durch besondere Öffnungen zwischen den Felsen gibt es einen Sonnendurchgang genau zu den Tagundnachtgleichen und den Sonnenwenden, man vermutet nun, dass es hier ein prähistorisches Sonnenheiligtum gibt. Nach diesem Erlebnis bleibt Zeit für die Umgebindehäuser und den Markt mit den Laubengängen. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt entstand zwischen 1735 und 1745 im Stil des böhmischen Landbarock. Der Hochaltar stammt aus dem Jahr 1740, die Orgel baute 1975 die Bautzener Orgelbaufirma Eule.


Schirgiswalde

Rathausstraße 4

02681 Schirgiswalde-Kirschau

OT Schirgiswalde

Tel: 03592 / 386636

www.stadt-schirgiswalde-kirschau.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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02681 Schirgiswalde

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