Sachsen-Lese

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Sachsen-Lese

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Kanitz-Kyawsche Gruftkapelle

Kanitz-Kyawsche Gruftkapelle

Überraschende Entdeckungen unter Tage

In unerwarteter Pracht steht sie da: die Kanitz-Kyawsche Grabkapelle. Neben der ebenfalls barocken, ab 1705 erbauten und 1711 geweihten, Kirche, auf deren Gelände sie steht, ist sie das barocke Kleinod auf dem Friedhof von Hainewalde. Die Ruhestätte ist ein verputzter Ziegelbau auf quadratischem Grundriss. Ihr Baumeister ist nicht sicher ermittelt, dem böhmischen Bildhauer Franz Biener wird der Skulpturenschmuck zugeordnet. Sofort ins Auge fallen die 17 jeweils paarweise aufgestellten Sandsteinskulpturen, die Allegorien irdischen Leidens und himmlischer Glückseligkeit im Sinn des klassischen Pietismus der Barockzeit sind. Beschriftungen weisen auf die hier begrabenen Personen hin. Neben dem kursächsischen Oberst Otto Ludwig von Kanitz, der die barocke Begräbnisstätte 1715 stiftete, und seiner Gemahlin Victoria Tugendreich, geb. Kyaw, sollen hier weitere dort erwähnte Personen begraben sein. Mehrfach wurde die Außenseite der Gruft saniert.

Doch manche Geheimnisse werden nur durch Zufall entdeckt. So geschah es 2006, dass ein verschüttet geglaubter Kellerraum und die Särge der Erbauer entdeckt wurden. 2007 fand man drei Sarkophage, deren ältester mit 1597 datiert ist, und die somit älter als die Grabkapelle und die Kirche sind. Diese Funde gehören in die Zeit des ersten bekannten Herrensitzes und eines Wasserschlosses in Hainewalde. Bei der Grabkapelle geht die Suche weiter nach einem seit Langem vermuteten Gang zwischen der Kirche und der Kanitz-Kyawschen Gruft …


Adresse

Am Kirchberg 3

02779 Hainewalde

www.kirche-grossschoenau.de/hainewalde/geschichte


*****

Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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Kanitz-Kyawsche Gruftkapelle

Am Kirchberg 3
02779 Hainewalde

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