Sachsen Lese

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Cornelia Nowak, Carla Fandrey und Kai Uwe Schierz (Hg.)

Aufmunterung zur Kunst
Bartholomäus Bellermann und Heinrich Dornheim
Kunst in Erfurt um 1800
Ausstellungskatalog
Der Band beleuchtet ein interessantes Kapitel der Erfurter Kunstgeschichte. Mit der Publikation der Werkbestände der beiden Erfurter Maler und Zeichner Nikolaus Christian Heinrich Dornheim (1772–1830) und Johann Bartholomäus Bellermann (1756–1833) entsteht ein Bild der Kunst in Erfurt an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, als vor allem die Beobachtung und Erkundung der Natur mit all ihren Erscheinungen, Farben und Phänomenen im Vordergrund stand. Etwa 700 Handzeichnungen und Malereien auf Papier sowie mehrere Gemälde wurden dafür erforscht und neu bewertet.

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Historischer Personenaufzug

Historischer Personenaufzug

Henner Kotte

Wie eine Rakete

„Herr Rudolf Sendig, Hotelier in Schandau, hatte sich mit der Anlage des elektrischen Fahrstuhles die Aufgabe gestellt, dem Publikum den Besuch seiner Anlagen, der Sendig-Villen in Ostrau, zu erleichtern.“ Die renommierte Dresdner Firma „Kühnscherf & Söhne“ plante. Wie eine Rakete samt Rampe steht der Aufzug seit 1904 am Fels und zählt zu den Wahrzeichen der Region. „Der freistehende, 52,26 m hohe Turm ist in solider Bauart aus Stahl errichtet und durch eine Brücke mit einem Waldweg verbunden. Er ist der ‚kleine Bruder‘ des 152 m hohen Hammetschwandliftes am Bürgenstock/Vierwaldstätter See bei Luzern in der Schweiz.“ Am Boden beträgt die Breite 5,20 Meter, nach oben hin verjüngt sich das Bauwerk auf 2,50 Meter.

Am oberen Ausstieg befindet sich eine Aussichtsplattform von 1,25 Metern. Diese ist mit einer 27,80 Meter langen Brücke mit der Spitze der Felswand verbunden. Der Aufzug überwindet einen Höhenunterschied von 47,76 Metern. „Der Antrieb des Aufzugs erfolgte von Anfang an durch elektrischen Strom, bis 1921 mit Gleichstrom. Dieser wurde während der Sommermonate aus der Fahrleitung der elektrischen Kirnitzschtalbahn entnommen, im Winter und im Notfall erfolgte die Versorgung durch einen Akkumulator (…)“ 1954 wurde das technisch-architektonische Meisterwerk unter Denkmalsschutz gestellt, doch blieb er seit 1984 unbenutzbar. Saniert erlangte der Aufzug Popularität als „größte Kerze der Welt“ in Wes Andersons Film „Grand Budapest Hotel“. Finanzier Sendig bemerkte später: „Hätte ich in die Zukunft blicken können, so wäre der Fahrstuhl unbedingt noch einmal so hoch angelegt worden.“

Adresse

Rudolf-Sendig-Straße

01814 Bad Schandau

Der Aufzug führt von Bad Schandau auf die Ostrauer Scheibe.


*****

Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Carolin Eberhardt.

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