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Grit Poppe
Angstfresser
Roman

Br., 130 × 210 mm, 352 S.
ISBN 978-3-96311-239-3

Erschienen: Februar 2020


Angstfresser, der (lat. Hirudo Timor), blutegelähnlicher Parasit, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Therapie gegen Angst- und Panik­zustände sowie Traumata eingesetzt wird. Auf anfängliche Nebenwirkungen wie Albträume, Halluzinationen, Wiedererleben früherer Gefühlszustände folgen rapide, kontinuierliche Therapieerfolge.

Scheinbar.
Kyra, eine labile junge Frau, die an den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu zerbrechen droht, sieht die Therapie mithilfe eines Hirudo Timors als ihre letzte Chance, sich von ihren Ängsten zu befreien.
Doch was ist Schreckliches passiert, dass jedwede Erinnerung an ihre Kindheit aus ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht erscheint?
Nach und nach kann sie sich von ihren posttraumatischen Belastungsstörungen befreien. Doch plötzlich kehren die Erinnerungen zurück und die Vergangenheit holt sie wieder ein …

Wortgewaltig, aber auch sensibel reißt Grit Poppe die Leser in einen Strudel aus Angst, Schuld und Surrealität.

Der Unfall in der Schlosskirche

Der Unfall in der Schlosskirche

Henner Kotte

Bei gutem Auge: Blut

„Er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.“ Doch vergingen zwischen Auferstehung und Christi Himmelfahrt vierzig Tage. Viele Darstellungen zeigen dieses Ereignis. Und ehedem war es üblich, dass man es in einem Schaustück gestaltete. Also stieg zum Anlass in der Schloßkirche zu Chemnitz der darstellende Mönch in eine Maschine, „die zum Hinaufziehen in ein oben befindliches Gewölbe oder zum Herablassen aus diesem diente“. Nun begab es sich aber, dass sich der Mönch im Gefährt nimmer halten konnte und aufs Pflaster des Kirchenbodens herabfiel. So sieht man noch heute dort des Gestürzten Blut als dunklen Fleck.

Schlosskirche Chemnitz

Schlossplatz 7

09113 Chemnitz

Tel.: 0371 / 369550

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Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Geißelsäule aus einem Eichenstamm von 1515, 2007, Urheber: User:Kolossos via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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