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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Totensonntag

Totensonntag

Friedemann Steiger

Interior of st. Peter and St. Paul's church in Vilnius.
Interior of st. Peter and St. Paul's church in Vilnius.

Täglich

der Tod

in mir.

 

Beziehungen

ersterben.

Ich hielt sie

für ewig.

 

Sprachlos.

Kein Wort.

Kein einziges.

Nirgends.

 

Ohnmächtig.

Nichts im Griff.

Total ausgeliefert.

Hilflos.

 

Allein.

Ohne dich.

Keiner kennt

mich. Sieht

mich an.

 

Täglich der

Tod in mir.

 

Täglich

aufstehen

zum leben.

Dem Wunder

begegnen.

 

Wir fassen uns

an der Hand.

Wir knüpfen

Bande.

 

Wir finden

Worte, die

tragen.

 

Wir gehen

aufrecht.

Ein Ziel.

 

Wir sehen uns an.

Erkennen schenkt

Freude.

Täglich der Tod

in mir – Täglich

das Wunder.

Bildnachweis

Kopfbild: Cipri Adolf Bermann - Sterbende Sphinx. Aus Wikimedia, gemeinfrei.

Abb. im Text:

Interior of st. Peter and St. Paul's church in Vilnius, Littauen. Urheber: Auksiner

 

Quelle

Steiger, Friedemann: Meine Heimat war die DDR nicht - aber sie war dort, wo meine Heimat ist.  Leipzig 2020

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