Sachsen-Lese

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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


Heit gieht‘s auf Sachsen naus

Heit gieht‘s auf Sachsen naus

Heit gieht‘s auf Sachsen naus,

kaa Musiker blebbt ze Haus,

waar när e bissel limpern ka,

daar stimmt miet a.


Wenn mer in e Haus neikümm,

saah mer uns nooch‘n Krautfass üm,

do legn mer de Nuten drauf

unn spieln en auf.


Erscht kimmt dr Tiroler dra,

dann kimmt‘s Hopserle aah.

Müßt mer racht aanig sei,

nort klingt dos fei.


Mozart sei mer freilich net,

glaab ober, viel faahlt aah net,

wenn mer aah kaane Nuten ka,

härt sich‘s doch a.

Überliefert aus Annaberg, 1905

„Heit gieht‘s auf Sachsen naus!“ war das Motto der böhmischen Bergmusikanten, der sogenannten „Fazer“, wenn sie zur großen Wanderschaft aufbrachen. Musizierend zogen sie von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, durch die deutschen Länder. Sie kehrten erst im Winter, wenn sie genug verdient hatten, zu ihren Familien zurück.

Bildnachweis

Kopfbild: Die Heimkehr (Wandermusiker mit Geige überquert eine Brücke) von Franz Xaver Gruber.

Noten: Scann Ursula Brekle

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