Sachsen-Lese

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Astrid Koopmann/ Bernhard Meier
Kennst du Erich Kästner?

Ist das dort nicht Kästner, Erich Kästner? Ich habe gehört, er war gerade auf großer Reise - Dresden, Leipzig, Berlin, München oder so. Soll ich dich mit ihm bekannt machen? Kästner mal ganz privat! Er hat immer eine Menge spannender Geschichten auf Lager.

Heit gieht‘s auf Sachsen naus

Heit gieht‘s auf Sachsen naus

Heit gieht‘s auf Sachsen naus,

kaa Musiker blebbt ze Haus,

waar när e bissel limpern ka,

daar stimmt miet a.


Wenn mer in e Haus neikümm,

saah mer uns nooch‘n Krautfass üm,

do legn mer de Nuten drauf

unn spieln en auf.


Erscht kimmt dr Tiroler dra,

dann kimmt‘s Hopserle aah.

Müßt mer racht aanig sei,

nort klingt dos fei.


Mozart sei mer freilich net,

glaab ober, viel faahlt aah net,

wenn mer aah kaane Nuten ka,

härt sich‘s doch a.

Überliefert aus Annaberg, 1905

„Heit gieht‘s auf Sachsen naus!“ war das Motto der böhmischen Bergmusikanten, der sogenannten „Fazer“, wenn sie zur großen Wanderschaft aufbrachen. Musizierend zogen sie von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, durch die deutschen Länder. Sie kehrten erst im Winter, wenn sie genug verdient hatten, zu ihren Familien zurück.

Bildnachweis

Kopfbild: Die Heimkehr (Wandermusiker mit Geige überquert eine Brücke) von Franz Xaver Gruber.

Noten: Scann Ursula Brekle

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