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Anne Volkmann und Annett Zilger

Beigabe für Eltern und Pädagogen

Dr reichste Färscht

Dr reichste Färscht

Lene Voigt

Herzog Albrecht der Beherzte - dr Färscht von Sachsen.
Herzog Albrecht der Beherzte - dr Färscht von Sachsen.

Aenne ganze Menge Färschten

Saß ämal in Worms beisam.

Labte sich an Bier un Wärschten,

Wie‘s Monarchen gerne hamm.


Blätzlich rief dr Härr von Sachsen:

„Nähmts nich ibel, doch mei Land -

Silveradern dun‘s dorchwachsen -

Is als reichstes rings begannt.“


„Silver hats schon, freilich, freilich“,

Schbrach dr Rheinische Gurfärscht druff,

„Doch die Wein, där schmeckt abscheilich.

Meiner – ja , das is ä Suff!“


„Zankt eich nich“, schrie dr Baier,

„Rauft eich liewer, ich mach mit!

Ibrichens, so hibsch wie eier

Land is meins uff Schritt un Tritt.“


Schließlich sachte aus sein Winkel

Wärdenbärchs Färscht Aewerhard:

„Eiern ganzen Reichdumsdinkel

Iberdrumf‘ ch uff meine Ard.


Wollt ihr mal ‘ne Reise machen,

Seidr immer bange drum,

Daß eich unterwächs Abachen

Iberfalln un leechen um.


Unsereener awer friedlich

Schtrolcht dorch‘s Land hibsch greiz un gwär.

Jeder nimmt en uff gemiedlich,

Denn mr is ähmd bobulär.“


„Dunnerliddchen“, schrie dr Sachse,

„Das därft ‘ch freilich nich risgiern,

Denn da täte Reiwer Max

Mich womeechlich massagriern.“


„Ich därf‘s ooch nich“, rief dr Baier,

Un de andern schimmten ein:

„So ä Glick is ungeheier,

Aewerhard hats greeßte Schwein!“

Bildnachweis

Kopfbild: Herzog Georg der Reiche - dr Färscht von Bayern.

Abb. im Text: Herzog Albrecht der Beherzte - dr Färscht von Sachsen.

Beide Abb. aus Wikimedia, gemeinfrei.

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