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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

De Gläser-Minel

De Gläser-Minel

De Gläser-Minel un de Fraa.
De Gläser-Minel un de Fraa.

De Gläser-Minel war als gunges Ding bei aaner Wittfraa in Schwarzenbarg, die de drauf sohch, doß se ihre paar Pfeng zammhaltet un, wenn se wos überlaa hatt, geleich ofs Rothaus nei dr Sparkasse troget.
Wie se noochends älter wur un‘s erschte Mol ne Tanz gang, hatt se sich staatlich agezugn, Patterle (1) aufgenöht un Schlaafen agesteckt, su doß se salberscht ihr Frahd über ihr Gedinglich (2) hatt. Drüm stellet se sich aah of‘n Tanzbuden braatbaanet hi, doß se alle saah kunnten.

Ne annern Morgn fröget de Fraa, wie es gewaast wär un ob se aah emol miet getanzt hätt. Do sat se:
„Schie war‘sch, ober getanzt hob ich net.“
„Nu, is kaaner kumme?“ saat de Fraa.
„Eiju, e ganze Hetz (3) gunger Bossen (4) kame. Ich wollt mer oder doch mei schiens Zeig net zerknietschen lossen, drüm sat ich zu se: ‚Net agreifen! - När besaah!‘ “

1 Paternosterlein, Perlen

2 Dinge zum Anziehen

3 Gruppe

4 Burschen

Verfasser unbekannt, um 1901.

Beide Abb. sind gemeinfrei.

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