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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Richard Strauss und der Humor

Richard Strauss und der Humor

Strauss' Landhaus in Garmisch
Strauss' Landhaus in Garmisch

Der Komponist pflegte eine enge Verbindung zur Semperoper in Dresden. Dort fanden insgesamt 9 Uraufführungen seiner Opern statt, darunter die Uraufführungen der „Salome" (1905), „Elektra"(1909) und der Oper „Der Rosenkavalier" (1911). Sie machten ihn als Opernkomponist weltberühmt.
Strauss war bekannt für seine Schlagfertigkeit und seinen trockenen Humor. Die Anekdoten wurden zu Lebzeiten von verschiedenen Persönlichkeiten aus seinem Umkreis gesammelt und teilweise veröffentlicht.

                                                                                                 Ursula Brekle

 
Wilhelm II., der die Musik von Richard Strauß nicht verstand und sie deshalb ablehnte,
sagte über die Salome:

"So soll der Strauß nicht komponieren.---Damit schadet er sich"

Als Strauß davon Kenntnis erhielt, sagte er lakonisch:

"Von diesem Schaden hab ich mir mein Haus in Garmisch gebaut"

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Richard Strauss komponierte unabhängig vom Klavier. Auch die Musik seiner Opern schrieb er gleich direkt in das Noten-Manuskript. So ist die Bemerkung des Komponisten zu verstehen, die er in der ersten Orchesterprobe zur Uraufführung seiner Oper „Arabella" machte, die am 1. Juli 1933 in der Dresdner Staatsoper stattfand. Er nahm im Parkett Platz und sagte genüßlich: „Sehen S', das is einer der schönsten Momente in meinem Leben, wenn i mi zum ersten Mal hör'!" 

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Die Ehefrau Pauline Strauss-de Ahna
Die Ehefrau Pauline Strauss-de Ahna

Strauß liebte seine Ehefrau Pauline und blieb sein Leben lang mit ihr verheiratet. Paulines spitze Zunge, ihre cholerischen Ausbrüche und Extravaganzen waren legendär. Alma Mahler schildert in ihren Lebenserinnerungen das "Rasen" der anderen Komponistengattin und Strauss' Kommentar dazu:
"Mei' Frau ist oft arg ruppig, aber wissen S' , i brauch des."

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Unter den 220 Liedern, die Strauss schuf, befindet sich die Vertonung des Gedichtes von Hermann Gilm (eigentlich Hermann von Gilm zu Rosenegg) "Allerseelen". Das Gedicht beginnt mit der Zeile „Stell' auf den Tisch die duftenden Reseden...". Der in seiner Zeit berühmte Inhaber einer Konzertdirektion Hugo Knepler hatte Richard Strauss ein Dirigentengastspiel in Spanien vermittelt und der Komponist hatte die Provision nicht bezahlt
So schrieb ihm Knepler:

„Sehr verehrter Herr Doktor! Da ich mich augenblicklich in einer richtigen Allerseelenstimmung
be?nde, habe ich keinen dringlicheren Wunsch als diesen: Stell' auf den Tisch die duftenden Peseten!"

Die Provision traf umgehend ein.

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Ein Journalist fragte den 83jährige Richard Strauss im ersten elenden Nachkriegsjahr 1946 : „Und was sind Ihre Pläne für die Zukunft?" Er antwortete lakonisch: „Na, sterben halt!"

 

Bildnachweis

Alle Abb. stammen aus Wikimedia Commons, sie sind  gemeinfrei.

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