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Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Sächsische Semmeringbahn

Sächsische Semmeringbahn

Henner Kotte

Bahnstreit um den Semmering

Da sagte doch tatsächlich König Johann 1857: „Nun meine Herren, jetzt stehen wir den Österreichern in nichts mehr nach. Auch wir haben nun eine Semmeringbahn, eine Sächsische Semmeringbahn.“ Majestät meinte die Nebengleise der Windbergbahn bei Dresden. Die wirklich vergleichbare Sächsische Semmeringbahn ist die Strecke durchs Sebnitztal „von Bad Schandau nach Neustadt i. Sa. Sie steigt von Goßdorf-­Kohlmühle nach Krumhermsdorf auf einer Länge von 16,5 km um 267 m und fällt dann bis Neustadt auf 6,1 km um 72 m. Vernachlässigt man die Elbbrücke bei Bad Schandau, da sie nicht gebirgstypisch ist, so durchfährt der Zug mit Eintritt ins Gebirge bei Rathmannsdorf 7 Tunnel mit 983 m Gesamtlänge, er rollt über 2 große Viadukte bei Sebnitz und über weitere 28 größere und 41 kleinere Brücken.“ Erste Planungen datieren aus dem Jahre 1870. Die Streckenführung Schandau—Neustadt stellte an Technik und Planung aufgrund der geografischen Verhältnisse bislang ungekannte Herausforderungen. Man beschäftigte italienische Fachkräfte aus Alpen und dem Apennin. Manche wurden heimisch, wie Familiennamen der Gegend beweisen. Die Kosten beliefen sich letztendlich „auf 9.789.508 Mark, wovon allein 1.037.500 Mark auf die Elbbrücke bei Bad Schandau entfielen“. Eröffnung: 1. Juli 1877.

Doch „im Jahr 2006 hat sich der Windbergbahn e. V. den Namen ‚Sächsische Semmeringbahn‘ beim Deutschen Patent- und Markenamt als Wortmarke schützen lassen. (…) Die Sebnitztalbahn wird seitdem mit dem neu erfundenen Kunst­namen ‚Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn‘ beworben.“

Nationalparkbahn Sächsisch-Böhmische Schweiz

von Rumburk über Sebnitz und Bad Schandau nach Tschechien

www.nationalparkbahn.de




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Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Vorschaubild: Elbbrücke in Bad Schandau (1878), Urheber: unbekannt via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

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