Als Fürst Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau sein großes Ziel verfolgte, einen Landschaftsgarten zu gestalten, der weltweit seinesgleichen sucht, ahnte er noch nicht, dass er mit seinem „Muskauer Park“ 200 Jahre später in die Weltklasse aufsteigen würde. Das Gesamtkunstwerk wurde im Juli 2004 in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen.
Der Standesherr, Schriftsteller, Reisender und Gartenkünstler wurde am 30.10.1785 im Schloss Muskau (Oberlausitz) geboren, er starb am 4.2.1871 im Schloss Branitz bei Cottbus.
Zunächst wuchs er im Internat der Herrnhuter Brüdergemeinde in Uhyst auf, wechselte dann auf das Pädagogium in Halle, wo er als „nicht zu bändigen“ entlassen wurde. Ein Jura-Studium in Leipzig, vom Vater initiiert, brach er ab. Den Ruf als „toller Pückler“ errang er in Dresden im Regiment der Gardes du Corps, das er hochverschuldet verlassen musste. Er flüchtete vor den Gläubigern nach Wien. Anschließend reiste er durch die Schweiz, Italien und Frankreich, oft zu Fuß.
Als er das erste Mal nach England reiste, beeindruckte ihn die von den Engländern gepflegte Gartenkunst. Als Erbe der Standesherrschaft, der Vater war gestorben, begann Pückler-Muskau ab 1815 die Umwandlung des Muskauer Schloßparkes in eine ideale Gartenlandschaft, angelehnt an den englischen Stil. Seine gärtnerische Leidenschaft teilte er mit seiner Ehefrau Luci, geb. von Hardenberg. Aber diese Leidenschaft, etwa 200 Arbeiter waren bei der Umsetzung der Vision beschäftigt, und sein luxuriöser Lebenswandel verschlangen hohe Geldsummen, die seine Möglichkeiten bei weitem überstiegen. Luci schlug deshalb eine formelle Scheidung vor, damit ihr Ehemann in England eine reiche Frau heiraten könne. Der Plan schlug fehl, er kehrte nach drei Jahren unverrichteter Dinge zurück. Schließlich musste Pückler-Muskau das Schloss und die außergewöhnlich modern und kunstsinnig ausgestaltete Gartenanlage mit den neuen Gebäuden 1845 verkaufen.
Die Erben Pücklers, Prinz Friedrich der Niederlande (1797–1881) und die Grafen von Arnim, gelang es, die Parkkomposition und die unvollendeten Bauvorhaben einfühlsam zu vollenden, eingefügt in das Grundkonzept des Gründers.
Pückler übersiedelte mit seiner Frau auf das Schloss seiner Erbherrschaft Branitz, wo er starb. Auch in Branitz gestaltete er den Park neu, indem er ihn erweitern und ausgestalten ließ.
Die natürlich erscheinende, idealisierte Gartenlandschaft strahlt einen Zauber aus, den heute jeden Besucher erfasst. Sie, liebe Leser, sollten die Gartenanlage, das Schloss und die Gebäude unbedingt besuchen!
Fürst Pückler-Muskau schrieb seine gewonnen Einsichten in dem Buch „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ nieder. Es wurde ein Bestseller. Auch andere von ihm veröffentlichte Bücher wurden berühmt.
Die natürlich erscheinende, idealisierte Gartenlandschaft strahlt einen Zauber aus, den heute jeden Besucher erfasst. Sie, liebe Leser, sollten die Gartenanlage, das Schloss und die Gebäude unbedingt besuchen!
Fürst Pückler-Muskau schrieb seine gewonnen Einsichten in dem Buch „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei“ nieder. Es wurde ein Bestseller. Auch andere von ihm veröffentlichte Bücher wurden berühmt.
Fürst Pückler-Muskau schrieb in seinem Buch:
„Der geniale Naturmaler […] studierte das vielfach von der Natur ihm Gegebene, und verarbeitet dies Vereinzelte durch seine Kunst zu einem schönen Ganzen, dessen Melodie den Sinnen schmeichelt, das aber nur dann den höchsten Genuss gewährt, wenn Harmonie dem Werk die wahre Seele eingehaucht hat.“
Bildnachweis
Abb (1)
Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau. Sachsen. Weltkulturerbe. Urheber: Kora27
Kopfbild und Abb. 2 bis 6: Ursula Brekle, fotografiert am 13. August 2026