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Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Fürst Pückler Park

Fürst Pückler Park

Almut Philipp

Parkomanie – Gartenleidenschaft

Gleich nach Öffnung des Fürst-Pückler-Parks in Bad Muskau in der Früh betreten wir den Landschaftspark, der rechts und links der Neiße liegt. Die Sonne schickt ihre ersten kräftigen Strahlen, die die Türme des restaurierten neuen Schlosses erstrahlen lassen. Noch liegt die morgendliche Frische über dem Rasen, Nässeschleier hängen in den Sträuchern, und der Luciesee vor dem alten Schloss ist spiegelglatt. Fast allein haben wir die Ruhe im Park für uns, in der Umgegend sind Brücken und der Pavillon Gloriette zu erkennen. Die geschwungenen Wege bieten immer neue Ausblicke. An der Orangerie stehen schon die großen Pflanzkübel mit den Zitrusbäumchen an und warten auf ihr Winterquartier. Vor allem der englische Landschaftsgarten hatte es dem erfolgreichen Reiseschriftsteller Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau angetan.

Seine Ländereien um Bad Muskau baute er zu einem 830 Hektar großen Landschaftspark um. So wie heute die Park­anlagen und ihre Bauwerke wieder erstrahlen, waren sie 1815 weitsichtig gedacht und angelegt worden. Pückler ließ sogar ausgewachsene Bäume ausgraben und im Park neu setzen, Teiche anlegen und die Hänge im Neißetal gestalten. Wie sonst hätte er zu Lebseiten seine Landschaftssymphonie noch erleben können, die er aus finanziellen Gründen 1845 verkaufen musste. Seit 2004 ist der Ländergrenzen überspannende Park – ein Drittel auf deutscher und zwei Drittel auf polnischer Seite – ­UNESCO-Weltkulturerbe. Die wiedererbaute weiße Doppelbrücke steht symbolisch dafür.

Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau"

Orangerie

02953 Bad Muskau

Tel.: 035771 / 63110

www.muskauer-park.de


*****

Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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