Sachsen-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Jdalienreese

Jdalienreese

Lene Voigt

Das kleine Gedicht stammt aus Lene Voigts Buch »Mir Sachsen - Lauter gleenes Zeich zum Vortragen« (II), das sie im Verlag A. Bergmann 1928 veröffentlichte.
In der
Sächsische Staatszeitung vom 16. Dezember 1930 erschien dazu folgende Einschätzung:

"Lene Voigt kann neben Hans Reimann bestehen. Sie ist eine kleine Meisterin der sächsischen Schnurre; sie verfügt über einen angeborenen Mutterwitz, der niemals gequält, immer schlagend ist...Sehr gut beobachtet sind die Dinge, die ein Stück Leipziger Kleinbürgerwelt famos charakterisieren."

Besser können wir es heute nicht sagen.

                                                                                                                                       Ursula Brekle

Gott erschafft Adam von Michelangelo (1475-1564)
Gott erschafft Adam von Michelangelo (1475-1564)

 

Meier'sch waren in Jdalien

Jn der scheen Ferienzeid,

Unn berichden ganz begeisterd

Nu von all der Herrlichgeid .

,,Nee, das Land !« sahchd de Frau Meier,

»So was Scheenes wie das Rom

Gibb's, weeß Gnebbchen, nich in Sachsen,

Mer leeft rum dord wie im Droom!«

Da sahchd ihre Freindin Gunze:

»Mir war'n ooch dort, ja, 's is scheen!

Habd'r denn ooch de Gabelle,

De Sixdinische gesehn ?« -

,,Ei, ja freilich !« sahchd de Meiern,

»Mir war'n dord, mei Mann unn ich,

Awer schade, an den Dahche

Schbielde de Gabelle nich l«

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