Sachsen-Lese

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Jürgen Klose
Kennst du Friedrich Schiller?

Ein kreativer Querkopf mit allerlei Flausen scheint Schiller wohl gewesen zu sein, wenn man ihn mal ganz ohne Pathos betrachtet.

Die Muse

Die Muse

Taras Schewtschenko

Der ukrainische Patriot war in St. Petersburg in Haft des russischen Zaren und schrieb als Begründer einer modernen ukrainischen Literatur dieses glühende Gedicht, eine Hymne für sein Vaterland.

Ursula Brekle

O Muse du, im Glorienscheine,
Du Schwester des Apoll, du Reine,
nahmst mich in Windeln in den Schoß
und trugst ins Feld mich, frei und groß.
Und dort auf einem Grabeshügel
gleich Freiheit, köstlich – ohne Zügel –
hast mich umhüllt mit Nebelflor
     und gabest singend mir den Segen.
     Fern in menschenleerer Steppe
 dort im Sklaventume
     prangtest du noch selbst in Ketten,
 eine stolze Blume.
     Aus dem schmutz’gen Kerker flogest
 du auf Vogelschwingen
     rein und heilig und du schwebtest
 über mir mit Singen.
     Und du sangest, Goldbeschwingte,
 sangst mit süßer Kehle,
     wie wenn Wunderwasser dringen
 in die kranke Seele.
 – – – – – – – – –
Und wenn ich sterbe, meine Hehre,
o, meine Mutter, hör’ den Schwur:
Leg’ deinen Sohn ins Grab und weihe
aus deines ew’gen Auges Bläue
mir eine einz’ge Träne nur!

Übersetzt von Julia Virginia, eigentlich Julie Virginie Scheuermann.

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