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Horst Nalewski
Kennst du Rainer Maria Rilke?
Der schwere Weg zum großen Dichter

Der junge Rilke wächst in Prag auf undentwächst den bürgerlichen Vorstellungen seiner familiären Umgebung. Auf der stetigen Suche nach sich selbst, findet er Halt im Schreiben und schreibt viel. "Der schwere Weg zum großen Dichter" ist hier verständlich und interessant dargestellt.

´s Gaffeegeschbänst

´s Gaffeegeschbänst

Lene Voigt

Am Lilichenschteene um Middernacht

Da laatscht ä Geschbänst dorchn Fälsenschacht.

Das rasselt mit ärchendwas forchtbar dort rum,

De Leite, die flistern: „Jetzt gehts wieder um!“

Nu hätte ja mancher rächt gärne erfahrn,

Was bloß där Geist rumwärcht, schon seit so viel Jahrn.

Gee Mänsch aus dr Geechend gonnt sich das erglärn,

Was där in dr Schlucht drinne hatte zu mährn.

Bis endlich mal eener, Baul Borbsig aus Bärne,

Sich ranschlich voll Mud un Verdraun zu sein Schdärne.

Gaum dasses vom Gärchdorm dad Middernacht schlaachen,

Gam binktlich ´s Geschbänst in ä Hämd ohne Graachen.

De gnochigen Finger umgramften ä Dobb,

Ä Schbriritusgocher drugs ohm uff sein Gobb.

Dann hockte sich‘s hin untern Lilichenschteen

Un braute sich Gaffee. Nee roch där bloß scheen!

Befeiert vom Dufte dr geddlichen Drobben

Fing Baul an zu bläken: „Heh, mir ooch ä Schobben!“

Hieruff gab‘s ä Gnall un dr Geist war verschwunden.

Baul Borbsigen hammse am Morchen gefunden,

Där saß schwär verbrieht in ´ner Gaffeelache.

Das war däm geschteerten Geschbänst seine Rache.

Bildnachweis

Kopfbild: Lilienstein, Urheber Andreas Steinhoff

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