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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

De Ficht ofn Fels

De Ficht ofn Fels

Albert Schädlich

Ausblick in das Elbtal. Gemälde von Caspar David Friedrich 1807.
Ausblick in das Elbtal. Gemälde von Caspar David Friedrich 1807.


Du Ficht ofn Fels, verknöchert, verwiemert wie Sta,

siehst wie a Denkmol huchdrubn, su stolz un su raa.

Hälst treie Wacht, trotz schlachten Watter un Wind,

in Eis un Schnee, wenn rauer Winter rakimmt.

Als Wärter guckst de weit über ne Wald,

dr Vugelgesang vun unten naufschallt.

Dir jubelt allis freidig un dankbar nauf,

Dei Ablick weckt in jeden a Harzenslust auf.


Su wie de Ficht gewachsen, su huch un su frei,

su söll der Arzgebirger im Harzen aa sei.

De Wurzeln tief un stark in Ardsbuden treibn,

der Hamitscholl in Trei sich ewig verschreibn.

Wie de Fichte ne Felsen su eng ümfängt

un fest un zäh sich immer höcher nauf drängt,

su söll de Lieb in unnern harrlichen Gebirg

gefördert warn, die Harz un Gemüt in sich birgt.


Fall net gleich üm, wenn der Wind a bissel mol gieht.

Stieh felsenfest, wenn de Sorg ins Stübel eizieht.

Mach‘s wie de Ficht, huchdrubn of windiger Höh,

die eitel stieht im Sturm, Gewitter un Schnee.

Sei darb un wahr, wie de ganz alte Ficht,

die ihre Nahring aus‘n Felsen bluß kriegt.

Sei immer standhaft, tief verwurzelt un fest,

dos is fürn Arzgebirger ewig das Best.

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