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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Warum steckt der Hl. Nikolaus die Geschenke in Stiefeln und Socken?

Warum steckt der Hl. Nikolaus die Geschenke in Stiefeln und Socken?

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Oberbobritzsch: Dorfkirche St. Nicolaus. Ein Flügel links aufgeklappt: Der hl. Nikolaus errettet 3 Jungfrauen vor dem Bordell.
Oberbobritzsch: Dorfkirche St. Nicolaus. Ein Flügel links aufgeklappt: Der hl. Nikolaus errettet 3 Jungfrauen vor dem Bordell.

Wer und wann?

Nikolaus von Myra ist ein bekannter Heiliger der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Weder sein Geburtsjahr, noch sein Sterbejahr sind bekannt und kann belegt werden. Der historische Nikolaus wurde zwischen 280 und 286 in Patara geboren.Der Todestag des Bischofs war ein 6. Dezember zwischen 345 und 351. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird in den Ländern mit christlicher Kultur begangen. Er wird mit verschiedenen Bräuchen gefeiert. Der Heilige gilt als Schutzpatron zahlreicher Orte, Gruppen und Berufe; er soll als barmherziger Bischof viele Wunder vollbracht haben.

Warum Stiefel oder Socken?

Immer am Nikolausabend, nämlich schon am 5. Dezember, stellen die Kinder ihre geputzten Stiefel vor die Tür oder hängen ihre Socken auf. Diese Tradition geht auf eine Legende zurück: Zu Lebzeiten des Bischofs war es in der Region Lykien, heute Türkei, üblich, für die Mitgift der Töchter viel Geld mitzugeben, wenn diese heirateten. Einem armen Vater fehlte dieses Geld und er wollte seine drei Töchter zum Geldverdienen in die Prostitution schicken. Nikolaus wurde angerufen und half. Er warf in drei Nächten Goldklumpen durch den Kamin ins Haus. Das Gold landete direkt in den Socken, die über dem Kamin zum Trocknen aufgehangen waren. Die Töchter des Armen entgingen so ihrem schrecklichen Schicksal.

Was?

Das wird in den deutschen Familien unterschiedlich praktiziert. Favoriten sind Süßigkeiten, Nüsse und Äpfel. Auch kleines Spielzeug wird geschenkt. In großen Stiefeln sind Blumen und Schmuck zu finden. Jedenfalls geben die Deutschen schon mal 860 Millionen € im Jahr dafür aus.

Übrigens vor der Reformation wurden in Deutschland die Weihnachtsgeschenke am 6. Dezember beschert. Martin Luther lehnte die Verehrung der Heiligen ab. Die Bescherung wurde deshalb auf den Heiligen Abend verlegt.

Bildnachweis

Abb. im Text: Oberbobritzsch, Kirchstraße: Dorfkirche St. Nicolaus. Ein Flügel links aufgeklappt: Der hl. Nikolaus errettet 3 Jungfrauen vor dem Bordell.
Urheber: Jörg Blobelt - deutscher Architekt und Architektur- und Landschaftsfotogra.

Das Kopfbild ist Wikimedia entnommen, es ist gemeinfrei.

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