Sachsen-Lese

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Gestaltungsoptionen für einen zukunftsfähigen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Pflege- und Dienstleistungssektor

P. Fuchs-Frohnhofen, T. Altmann, S. Schulz, L. M. Wirth, M. Weihrich (Hg.)

Die Pflegebranche ist für die Arbeitsforschung aus mehrern Gründen pragmatisch: Es existieren hohe Belastungen, dabei auch nach wie vor erhebliche körperliche, doch vorallem psychische. Zusätzlich steht die Pfegebranche vor dem Problem, dass immer mehr pflegebedürftige Menschen einer sinkenden Anzahl von Pflegefachkräften gegenübersteht. In der Publikation werden die Ergebnisse einer Zusammenstellung von Verbundprojekten aus dem BMBF mit dem Förderschwerpunkt "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" bereitgestellt.

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Lene Voigt

Ä Wanderer gommt, verdräckt, verlaust,

Ins Heimatdorf zurückgesaust.

Fünf Jahre blieb‘r in dr Främde,

Nu war gabutt sei lätztes Hämde.


Dr Zellner dudn nich ergänn

Un läßtn gald voriberränn‘.

Drotzdäm ´r mal sei Freind sich nannte

Das is doch eechentlich ´ne Schande.


Nu gommt dr Wandrer vor ä Heischen,

Drin wohnt sei Schatz, das gleene Meischen,

Da schteht se ooch am Fänster grade

Un gießt de Blum un de Domade.


Dr junge Mann grießt: „Gudden Morchen,

Mei allerliebstes hibbsches Dorchen!“

De Gleene awer meent: „Nanu,

Wie gomm ich dänn dadrzu?“


„Ach,“ seifst dr Wandrer vor sich hin,

„Muß ich doch bloß ä Färkel sin,

Daß geener mich ergännt vor Dräck

Un alle guggen wieder wäg.“


Da goomt ´ne alte Frau gehumbelt,

Ä bisschen schief schon un verschrumbelt,

Die siehtn gaum, da lacht se schon:

„Härrrjehmerschnee, das is mei Sohn!“


Quelle

Voigt, Lene: Säk‘sche Balladen. Leipzig o. J.

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