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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

 Bei dann sei mr'sch gewuhnt

Bei dann sei mr'sch gewuhnt

Die Wehrgangkirche in Mittelsaida, Ansicht von 1838 nach einer Grafik von J. Moeckel - gemeinfrei.
Die Wehrgangkirche in Mittelsaida, Ansicht von 1838 nach einer Grafik von J. Moeckel - gemeinfrei.

 

Dr Michel-Arnst-Bauer war mei-Tog ä Pachhengst.

Fieng 'r wos a', wu werklich ä jeder dacht't s' müsst gih'

- patsch!! . . machet 'r wos Dumms drquaar, un r' war

wieder off 'n alten Flack un hot's zu Nischt gebracht.

Do war' ne ganz u'vermut' ä paar Hunnert Toler

vun eener Aarbschaft zugefall'n - zwee Tog' drauf rührt

'n dr Schlog. -

Dr Horn-Bauer ladt Stange bei sich o', un dr alte

Braatschneider kimmt drzu un drzöhlt s' n'. Do sprachen

se un äsu vun Michel-Arnst-Bauer.

,,Nää, suwos!" sogt dr Horn-Bauer un schüttelt mit

senn graa'n Kopp, «itze, wu s' nu su weit war, wu 'r ä

bissel raus kumme kunnt' - do starbt'r'!«

«Nu«, meenet dr Braatschneider drauf, ,,bei dann sei

mr 'sch gewuhnt. Müsst daar 'sch net schu mannigmol su

gemacht hoom!«

Diese Anekdote ist aus dem Büchlein Anekdoten und Gedichte - Annaberg 1904 - entnommen.

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