Sachsen-Lese

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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Die Affensteine

Die Affensteine

Henner Kotte

Kriegst’n Affen

Das „Vordere Raubschloss“ war eine schwer einzunehmende Raubritterburg. Gefangene saßen allda felsenfest. Einer der Beteiligten gestand, dass „item beym Freynstein ist eyn loch, do man die gefangen eynfurt zu peynigen“. Und doch gelang einem jungen Adligen daselbst die Flucht. Der Legende nach besaß der Herr einen Affen, dem der gehorsame Diener ein Seil um den Körper wand. Drauf ließ er das Tier nachts den steilen Felsen erklimmen. Der Gefangene seilte sich ab und verschwand. Die Geschichte gab dem Felsmassiv Namen: Affensteine. Andre wissen, dass der Uhu in der Gegend „Auf“ genannt wird. Aufensteine verschliff und draus wurde Affe.

Affensteine

Östlich von Bad Schandau

*****

Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Die Affensteine, 2006, Urheber: Prazak via Wikimedia Commons CC BY 2.5.

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01814 Bad Schandau

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